Hüfte - Hüftgelenksarthrose
Symptome
Die Arthrose verläuft in den ersten Jahren schleichend, das heißt, die Patienten bemerken die Erkrankung nicht. Erste Symptome sind Schmerzen nach längerer Belastung, die oft nach wenigen Tagen wieder verschwinden. Sie werden häufig als Muskelkater oder Muskelschmerzen fehlinterpretiert.Später kommt dann eine Einschränkung des Bewegungsumfanges hinzu, und das Gelenk wird zunehmend versteift. Der Patient bemerkt häufig Anlaufschmerzen, das heißt, er hat nach längerer Ruhestellung oft frühmorgens während der ersten Schritte oder nach längerem Sitzen Schmerzen. Charakteristisch sind auch Ermüdungsschmerzen nach einer längeren Gehstrecke. Später treten dann nachts und in Ruhephasen Schmerzen auf. Das Treppensteigen und das Anziehen von Schuhen oder Strümpfensind häufig erschwert. Die Patienten können allmählich immer weniger lange Strecken zurücklegen. Am Ende beschränkt sich ihre Gehleistung auf ein Minimum.
OP-Methoden
Die operative Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Arthrose, was in der Regel am Röntgenbild bestimmt werden kann.
Bei Fehlstellungen ist schon früh eine Operation nötig, um das Auftreten einer Arthrose zu verhindern. In der Frühphase der Arthrose empfehlen wir insbesondere bei jungen Patienten eine Arthroskopie des Hüftgelenks. Sie verbessert das Gelenkspiel und sorgt häufig für eine deutliche Besserung der Beschwerden. Auf den Verlauf einer Arthrose hat diese Maßnahme jedoch kaum Einfluss. Ziel des arthoskopischen Eingriffs ist es vielmehr, die Lebensqualität des Patienten durch ein schmerzfrei oder schmerzarm agierendes Gelenk möglichst lang zu erhalten und die Implantation eines künstlichen Gelenks zu verzögern.
Bei der Arthroskopie wird das Gelenk durch Traktion (Zug) mobilisiert, der defekte Knorpel geglättet, vorhandene freie Gelenkkörper und entzündete Schleimhaut entfernt. Ausserdem können Osteophyten – Randausziehungen - an der Pfanne und am Hüftkopf – abgetragen werden und dadurch die häufig eingeschränkte Beweglichkeit verbessert werden. Schmerzerleichterung erzielt.
Bei vollständiger Zerstörung des Gelenks ist kein gelenkerhaltender Eingriff mehr möglich, dann ist die Implantation einer Hüftendoprothese zu diskutieren. (Siehe Endoprothetik)
Nachbehandlung
Nach einer Hüftgelenksarthroskopie, welche meist kurz-stationär durchgeführt wird, wird das operierte Bein für 2 Wochen an Gehstützen teilentlastet. Die Beweglichkeit der Hüfte ist nicht limitiert und wird passiv schmerzabhängig gesteigert. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt durchschnittlich 6 Wochen.
Über Nachbehandlung nach einer Hüftendoprothesen-Operation siehe Endoprothetik.
