Schulter - Instabilität
Symptome
Die Schulterinstabilität macht sich entweder akut durch Ausrenkung oder durch Schmerzen bemerkbar. Akute Luxationen sind für die Betroffenen extrem unangenehm und müssen in der Regel unter ärztlicher Kontrolle eingerenkt werden. Sie können zuweilen zu lebensbedrohlichen Situationen führen, wenn sie beim Sport wie Surfen oder Klettern passieren. Eine ausgerenkte Schulter kann ist extrem schmerzhaft und kann nicht bewegt werden. Selten kommt es zu Taubheiten oder Ausfällen –diese Situationen sind echt Notfälle. Eine Schulteinstabilität kann sich aber auch durch Impingement-Beschwerden bemerkbar machen. Dabei wird die lockere Schulter in der Gelenkpfanne nicht richtig zentriert und schwimmt – dabei wird die Rotatorenmanschette unter dem Schulterdach eingeklemmt und gereizt.
Op-Methoden
Nach einer einmaligen Schulterluxation wird zunächst ein intensives Muskelaufbautraining durchgeführt. Die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Ausrenkung ist umso höher je jünger der Patient ist. Deshalb wird bei aktiven Menschen unter 25 Jahren und nach wiederholten Schulterluxationen dringend die operative Therapie angeraten Die Operation wird heute fast ausschließlich arthroskopisch durchgeführt. Dabei wird das in der Regel abgerissene untere vordere Labrum an die Pfanne wieder angeheftet und die gerissene oder erweiterte Kapsel gerafft, damit sich die Schulterkugel nicht mehr nach vorne-unten verschieben kann. Verwendet werden kleine Implantate (Schrauben/Dübel mit Faden) aus Titan oder aus biologisch auflösbarem Material, welche auf der Vorderkante der Schulterpfanne eingebracht werden und zur Anheftung des Gewebes dienen. Offene Operationen nur selten bei komplexen Fällen z.B. mit ausgedehnten Knochendefekten notwendig.
Nachbehandlung
Die Operation wird ambulant oder kurz-stationär durchgeführt. Nach der arthroskopischen Operation wird für 4 Wochen eine Armschlinge angelegt und tägliche Krankengymnastik durchgeführt. Die Außenrotation des Schultergelenks wird eingeschränkt und stufenweise angehoben. Überkopfbewegungen können erst nach 6 Wochen und –sportarten frühestens nach 3 Monaten erlaubt werden. Autofahren dürfen die Patienten frühestens nach 6 Wochen, vorausgesetzt, dass die Rehabilitation problemlos verläuft.
