Hand - Morbus Dupuytren

Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine Stoffwechselstörung des Bindegewebes. Es kommt zu einer Neubildung und narbigen Veränderung des Bindegewebes in der Handinnenfläche.


Die Ursachen

Die Gründe für diese  Erkrankung sind vielschichtig. Neben genetischen Faktoren, spielen Stoffwechselerkrankungen wie der Diabetes mellitus, Lebererkrankungen oder chronischer Alkoholismus eine Rolle. Man schätzt, dass in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen sind. Männer sind 8 mal so oft wie Frauen davon betroffen Nicht selten findet man ähnliche Veränderungen an der Fußsohle, die als Morbus Ledderhose bezeichnet werden.


Die Symptome


Bei Morbus Dupuytren ist das Bindegeweben betroffen, das über den Sehnen liegt. In ihrer normalen Ausprägung wird diese Bindegewebsschicht als Aponeurose (Hohlhandmembran) bezeichnet. Es entwickelt sich eine langsam fortschreitende knotig-strangförmige Schrumpfung der Hohlhandfaszie mit narbiger Beugekontraktur der Langfinger. Diese Narbenbildung kann so stark sein, dass schließlich die Fingerbeere die Hohlhand berührt. Am häufigsten sind der Ring- und Kleinfingerstrahl der Hand betroffen.


Die Behandlung

Die Behandlungsstrategie muss die individuellen Funktionseinschränkung, die subjektiven Beschwerden und die Prognose berücksichtigen. Die konservativen Behandlungsmöglichkeiten haben keine dauerhaften Erfolge gezeigt. Die einzige dauerhaft wirksame Therapie ist die Operation. Dabei sollte die Operation nicht zu früh durchgeführt werden, sondern erst dann, wenn die Beugestellung hinderlich wird. Wir führen die Operation in der Regel ambulant durch.

Jeder Patient kann durch einen einfachen Test selbst prüfen, ob der Operationszeitpunkt gekommen ist. Dazu muss er die Hand auf eine flache und gerade Unterlage legen. Können noch alle Finger die Unterlage berühren, muss nicht operiert werden. Hebt sich jedoch ein Finger deutlich ab, sollte er den Orthopäden konsultieren. Wesentlich für den Therapieerfolg ist nicht nur eine subtile Operationstechnik, sondern auch eine adäquate Nachbehandlung mit engmaschiger Kontrolle des Wundheilungsverlauf, begleitender Krankengymnastik und Ergotherapie.