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| Sprunggelenks-Kongress am 15. November im KU''KO Rosenheim
(verfasst am 30.10.2008)
Rosenheim 27. Oktober 2008 - Nach den künstlichen Gelenken an der Hüfte und im Knie werden die Prothesen zunehmend auch am Sprunggelenk eingesetzt. Im Jahr 1992 wurden in Deutschland rund 400 künstliche Sprunggelenke implantiert, im vergangenen Jahr waren es bereits 1.800. Fachleute schätzen den Bedarf auf bis zu 6.000 Gelenke im Jahr. Über den Stand der Technik und die künftigen Entwicklungen diskutieren am 15. November rund 100 Ärzte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf einem Fachkongress im Kultur- und Kongresszentrum in Rosenheim. Veranstaltet wird er von Dr. Stefan Schill, leitender Arzt in der Orthopädie Harthausen und Belegarzt in der Schön Klinik Harthausen. Schill ist Mitglied der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Rheumaorthopädie. Da es bis vor wenigen Jahren keine zufrieden stellende Lösung für Sprunggelenksprothesen gab, schloss sich der Orthopäde mit Prof. Dr. Stefan Rehart aus Frankfurt und Prof. Dr. Bernd Fink aus Mark Gröningen zusammen, um eine neuartige Prothese zu entwickeln. Heraus kam die so genannte „TARIC© „-Prothese. Sie besteht aus drei Komponenten. Die beiden Gelenkpartner - Sprungbein und Unterschenkel mit der Knöchelgabel - werden mit Metallflächen überkront, dazwischen setzen die Orthopäden einen Kunststoffgleitkern ein. Die bisherigen Erfahrungen damit sind sehr gut. Von den neuen Entwicklungen profitieren Patienten, die aufgrund von Rheuma oder Gelenkverschleiß große Schmerzen am Sprunggelenk haben. Das Auftreten beim Gehen fällt schwer, an Sport ist nicht zu denken. Jede Drehung des Gelenks am Knöchel tut weh. Üblicherweise wird in den Fällen, in denen Krankengymnastik oder Medikamente nicht mehr helfen, das Gelenk versteift. Das hat eine lange Rekonvaleszenz zur Folge, auch das Risiko einer Infektion ist im Vergleich zu anderen Operationen höher. Das künstliche Gelenk ist für diese Patienten oft die bessere Alternative. Zum Kongress können sich noch interessierte Allgemeinärzte, Unfallchirurgen, Sportmediziner oder Orthopäden anmelden. Weitere Infos erteilt die Orthopädie Harthausen, Tel. 08061/ 90 10 10. Eine Anmeldung ist auch per e-mail unter schweder@kliniken-harthausen.com möglich. |