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Fußprobleme und ihre Behandlung

Unsere Füße sind von klein auf einer erheblichen Belastung ausgesetzt. Pro Tag müssen sie 1000 Tonnen Belastung aushalten und legen im Laufe des Lebens eine Gehstrecke von ca. 120.000 km zurück. Das entspricht einer fast einer dreimaligen Erdumrundung! Deshalb ist es kein Wunder, dass Fußprobleme mit zu den am häufigsten Zivilisationserkrankungen gehören. Etwa jeder zweite leidet im Laufe seines Lebens unter einer mehr oder weniger schmerzhaften Deformität des Fußes. Übergewicht, mangelnde körperliche Aktivität mit Verlust des Muskelgleichgewichts und ungeeignetes Schuhwerk können eine Überlastung des Fußgewölbes mit schleichender Deformierung des Fußes bewirken.

Die typischen Fußdeformatitäten

Die bekanntesten Fehlstellungen sind der Knick-Senk-Spreizfuß und der Ballen-Hohlfuß. Beim Spreizfuß hat der Patient Schmerzen im Vorfuß, Schwielen und eine verstärkte Hornhautbildung. Häufig knickt die Ferse nach innen, und das innere Längsgewölbe im Fuß bricht ein, so dass die gesamte Fußsohle den Boden berührt. Mann spricht dann vom Plattfuß. Schmerzen treten besonders bei längerem Stehen im Bereich der fehlbelasteten inneren Fußwurzelgelenke auf. Patienten mit einem Ballen-Hohlfuß stehen meist nur auf der Ferse und auf Ballen und Zehen. Die Druckbelastungen in diesen Regionen führen zu starken Schmerzen.

Therapie der Fußdeformitäten

Im Vordergrund steht die konservative orthopädietechnische Versorgung der Patienten. In den meisten Fällen reichen bei leichten Fußdeformationen Schuh-Einlagen. Hilfreich sind tägliche Übungen zur Kräftigung der Fußmuskulatur, außerdem Barfußgehen

Operative Versorgungen

 Wenn Einlagen und Therapien nichts mehr helfen, wird die Operation nötig. Ziel der Operation ist es, durch Versteifung der krankhaft veränderten Fußwurzelgelenke, den Fuß unter Korrektur der Fehlstellung zu stabilisieren und die Beschwerden zuverlässig zu mindern. Die Therapie der Wahl ist die sog. Tripple-Arthrodese mit Versteifung aller drei Gelenke. Der Spreizfuß ist ein weit verbreitetes Beschwerdebild und meist kombiniert mit einem Großzehen- (hallux valgus), Kleinzehenballen und Krallen- oder Hammerzehen. Auch hier hilft nach Ausschöpfung der konservativen Maßnahmen nur noch eine Operation.